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    Tante Mumie

    «Tante Gwen, säg, was isch dr Ungerschid zwüsche Mumie und Zombis?» zwöi blaue Chinderouge si erwartigsvou uf mi grichtet. Jetz isch jo das nid grad die Frog, wo me vo re Füfjährige erwartet. Ussert me isch Tante vo genau dere schpezielle Füfjährige, wo äbe genau sötigi Froge schtöut und vor Wüssensdurscht nume so lüchtet und i muess säge, i ha Fröid. Vor mim innere Oug ziet e flöigeumschwirrti Riisehorde vo Zombis dür entvöukereti Landschafte mit Zivilisationsüberräschte, wo scho besseri Zyte gseh hei und Abentürerinne uf Schatzjagd schleppe sech dür die flirrendi Ödnis vor Wüeschti ufem Wäg zu re gheime, us aune Charte tüugte, Pyramide. Grabe sech mit em Schüfeli im…

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    Buure Märliland

    Landluft, e goudige Schimmer über dr Landschaft. Dört wo dr Güggu ufem Mischtschtock – scho bevor d’Sunne dr Naseschpitz über e Horizont schtreckt – dr Buur usem Näscht chräit, d’Hüener fröhlech gackere und übere Hof schpaziere. D’Söuli sech wohlig im Dräck ume wäuze u d’Chüe d’Müuch praktisch vo alleini gä. Dört wo jungfräulechi, blond bezopfti Buuretöchtere, im lynnige Ungeröckli, mitem Nidlefessli über d’Fäuder Tanze u mit Anke wider zrugg chöme. D’Büürin by Sunneufgang morgetouglänzendi Chrüter ärntet u se liebevou und i Zytlupe i früsch Geissechäs inerüehrt. Dr Buur no mit dr Sägesse ufem Weizefäud schteit u dr Äti mitem Chratte ufem Öpfuboum umechläteret u so rotglänzendi Öpfle abe bringt, dass…

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    Let’s talk about Sex im Oberaargou

    «Geit’s by öich de nid?» frogt mi mis Grosi ganz unvermittlet, so dass mer das schtoubtrochene Oschterei, wo sie mir vori grad kaputttütscht het, fasch im Haus blybt schtecke. Eigentlech wet i um d’Meionnees bitte, damit i die trocheni Pampe i mim Muu chli chönnt befüechte, aber wöu i grad s’haube Ei i mi inegschtopft ha, chani jetz ke Ton vo mir gä, ohni die ganzi Chuchi yzschtübe. Auso dräi i dä Eichlumpe tapfer wyter i mim Gfräs ume u regischtriere derby die erwartigsvoue Blicke vor versammelte Verwandschaft, wo uf mi grichtet si. Sogar mi Brüetsch näbe mir hautet fürne Momänt dr Schnuuf aa u schpitzt siner Ohre. U mi…

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    Januarloch

    Mängisch füut sech dr Johresaafang wien e heftigi Landig uf hertem Asfaut aa. Die fluffig-kuschlige, glitzerige, i warms Liecht touchte Feschttäg si düre. Me het s’letschte Papirchügeli vor Süuveschter-Tischbombe ungerem Gusch füreknüblet, es funklet nume no dr Glitzer, wo sech vom Wienachtsschmuck glöst u sech i de Ritze vom Pargget feschtgsetzt het und ir Chrömlibüchse darbet s’letschte, trochene Meiländerli am ne ungwüsse Schicksau entgäge. Im Januar luegt mir die chauti, herti Realität is bleiche Gsicht, ungerschtrycht das no mit em ne Kontouszug, wo mi gruuset und usserdäm passt s’Füdle nüm i d’Lieblings- tschiins. Und um däm ganze no s’Tüpfli uf z’setze, tobet sech do usse immer no dä fiis Virus…

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    Familieknatsch

    Geschter bini vermuetlech nid schlöier gsi aus hüt, aber jünger. Vorgeschter bini richtig schlau gsi, würklech. Das het sech hüt aus unrichtig usegschtöut. Geschter isch es aber no richtig gsi, ömu füre Momänt. Ig ha ghandlet, wöu mou öper het müesse handle und usserdäm hanis guet gmeint. Jetz weis i aber, dass guet gmeint s’Gägetöu vo Guet u dass Schnore villech doch nid s’glyche wie Handle isch. U vorgeschter isch nume eini uf mi hässig gsi, aber geschter si no es paar meh derzue cho, wo jetz ou uf mi hässig si u was vorgeschter no ganz isch gsi, isch jetz kaputt. Woby, so dumm schnore cha jetz niemer, das…

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    Bilanz

    I bi vierzgi. U wöu’s Lüüt git, wo do es huere Gewese drum mache, hani dänkt, i mache jetz versuechshauber o mit. Auso schtöu i mi füdleblut vore gross Schpiegu im Schlofzimmer u schaffe mi mit kritischem Blick vo obe gäge abe. I mine Hoor het’s die einti oder angeri süubrigi Strähne. I ha haut glych scho es paar Johr ufem Buggu und die Süuberfäde zeige, dass ig scho vüu gseh, s’Einte u Angere erläbt u zmingscht bis jetz aues überläbt ha. Me chas o eifach wien e Orde trage, aus Zeiche vo Ryffi u Glasseheit u muess no lang nid grad zum Guafför seckle. Uf mire Schtirn u zwüsche…

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    Herbschtschtimmig

    S’Johr wird aut, es nachtet schnäuer y, mir läbe wider dinne; dusse wird’s ruiger. Es isch Herbschtschtimmig. Dr Himu isch blauer u vom Waud geit e goudige Schimmer us; schpäti Farbepracht. D’Luft isch würzig und süess; es schmöckt nach Schwümm. S’Loub raschlet unger de Füess – wöu, es isch Herbschtschtimmig. Dr Duft vo ryfe Öpfu; im Ofe e Öpfuchueche. D’Schtädt schmöcke nach heisse Maroni. Es warms Gfüeu im eim drinne. Me chunnt sech nöcher, wider mitem Schatz kuschle ohni anang blybe z’chläbe; me liebt sech wider. Ke Schtress mit dr Bikinifigur, Schluss mit Qinoa-Auge-Schprosse-Avocado-Salat. Ufem Herd schteit wider dr Schmortopf, dernäbe Grosis Chochbuech. Zum Tee git’s Schoggiturte, derzue e Gedichtbang.…

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    Warum ein Buch schreiben?

    Das ist wirklich eine gute Frage, denn so viel Spass es macht, Geschichten und Figuren zu erfinden, gibt es Streckenabschnitte auf dem Weg zum fertigen Buch, die einfach nur nervtötend und von ständigem Hinterfragen und Unsicherheit geprägt sind. Spätestens, sobald ein Lektor an der Entstehung beteiligt ist. Und was es nicht alles braucht, bis es gedruckt werden kann… Na, dieses Fass mache ich jetzt nicht auch noch auf. Ein Buch zu schreiben, war zumindest bei mir keine bewusste Entscheidung; es ist einfach passiert. Weil mein Bruder geheiratet hat. Da habe ich mich hingesetzt und aufs Geratewohl ein paar Geschichten – alle hübsch auf wahren Ereignissen basierend – erfunden um die…

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